Frauen in Männer-dominierten Berufen

In Berufen im Handwerk, im IT-Bereich oder Ingenieurswesen ist der Anteil von Frauen immer noch sehr niedrig und oft sind Frauen auf Konferenzen kaum sichtbar. Dies führt dazu, dass Frauen kaum ermutigt werden, sich diese Berufe zuzutrauen und einen solchen Beruf zu wählen.

  1. Wie werden Sie Frauen in nicht-akademischen, in der Hauptsache durch Männer dominierten Berufen, wie im traditionellen Handwerk dabei unterstützen diese Berufswahl zu treffen?
  2. Wie werden Sie Frauen in MINT-Fächern dabei unterstützen, Professuren bekleiden zu können?

Die CDU hat auf unsere Fragen mit einer Stellungnahme geantwortet.

Die SPD wird auch in Zukunft die Gleichberechtigung aller Geschlechter in Brandenburg fördern. Dabei befindet sich Brandenburg auf einem guten Weg. So attestierte die Evaluation des ersten Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms aus dem Jahr 2011 unserem Bundesland eine gute Bilanz, was die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und den Abbau von strukturellen geschlechtsspezifischen Benachteiligungen in allen gesellschaftlichen Bereichen und Politikfeldern betrifft. Für die kommende Legislaturperiode stützt sich die SPD auf das aktuelle „Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm 2015-2019“. Wir kämpfen auch in Zukunft für gleiche Chancen für Frauen und Männer, auch im nicht-akademischen Bereich. Die SPD will offene Bildungswege erreichen, Rollenbilder verändern und Vielfalt ermöglichen.
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik sind für die SPD wesentliche Grundlagen für den Erfolg in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Die Kompetenzentwicklung in Naturwissenschaften und Technik ist ein wichtiger Baustein einer zukunftsorientierten Bildung und dient auch der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Brandenburg. Vor diesem Hintergrund haben wir in dieser Legislaturperiode den Antrag „Sicherung hochqualifizierter Fachkräfte in den naturwissenschaftlich-technisch Berufen (MINT)“ im Landtag eingebracht und beschlossen. Die Landesregierung wird darin aufgefordert, gemeinsam mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft, den Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit geeignete Instrumente zu entwickeln, um mehr junge Menschen für die Ausbildung im MINT-Bereich zu gewinnen. Auf eine zeitnahe Umsetzung dieser Initiative in der kommenden Legislaturperiode werden wir dringen.

Für diesen Wahlprüfstein haben uns DIE GRÜNEN keine Antwort übersandt.

Für diesen Wahlprüfstein hat uns DIE LINKE keine Antwort übersandt.

Wir unterstützen das Handwerk wie auch den MINT Bereich bei der Gewinnung zukünftiger Fachkräfte. Durch entsprechende Angebote in der Schule (Praktika, Fächergestaltung u.ä.) wollen wir das Interesse von Frauen und Mädchen an diesen Bereichen fördern.

Von der AfD haben wir keine Antworten auf unsere Fragen erhalten.

Bewertung

So haben wir bewertet: Die Bewertung erfolgte auf einer fünfstufigen Skala mit Hilfe eine Smileysystems. Für die Gesamtbewertung ist es besonders wichtig, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen auch tatsächlich geeignet sind, um Diskriminierung entgegenzuwirken, daher ergibt sie sich aus dem gewichteten arithmetischen Mittel der drei Kriterien. 50 Prozent der Gesamtwertung wird dabei von der Effektivität der Maßnahme bestimmt, jeweils 25 Prozent von der Sensibilität für Problemlagen und von der Konkretion.

CDU SPD GRÜNE DIE LINKE FDP AfD
Sensibilität für Problemlage
Konkretion der Maßnahme
Effektivität der Maßnahme
Bewertung insgesamt
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